Erste offizielle Ubuntu-Desktop-Images für RISC-V kommen mit 26.10
Canonical hat die allgemeine Verfügbarkeit von Ubuntu-Desktop-Images für die RISC-V-Architektur angekündigt. Mit Ubuntu 26.10 „Stonking Stingray", das am 15. Oktober 2026 erscheint, erhalten RISC-V-Rechner erstmals offiziell unterstützte Ubuntu-Desktop-Images.
Unterstützte Hardware
Daily-Build-Images für RISC-V gibt es seit Juni, waren aber klar als Work in Progress gekennzeichnet. Ubuntu 26.10 führt RISC-V-Desktop-Images für RVA23-konforme Systeme ein, darunter den Milk-V Jupiter 2 Mini-ITX, den DeepComputing DC-ROMA und den SpacemiT K3 Pico-ITX. Canonical empfiehlt den Einstieg mit SpacemiT-K3-Hardware, die mit Ubuntu 26.10 offiziellen Support erhält; die Installationsanleitung für das SpacemiT K3 Pico-ITX ist bereits verfügbar.
Xubuntu Minimal für virtuelle Maschinen
Neben den offiziellen Images gibt es inoffizielle und nicht unterstützte Xubuntu-Minimal-Images für RISC-V. Laut Canonical lässt sich das Xfce-basierte Minimal-Image unter Emulation deutlich leichter handhaben; der GNOME-Desktop kann in QEMU über 30 Minuten zum Laden brauchen. Die Images sind experimentell und haben keinen offiziellen Support; an den bekannten Problemen wird bis zum Release gearbeitet, Bug-Reports auf Launchpad sind ausdrücklich willkommen.
Booten auf echter Hardware
Die Installationsanleitung für das SpacemiT K3 führt durch das Flashen der Board-Firmware, die Vorbereitung des Boards und die Installation des Images auf den internen UFS-Speicher oder eine NVMe-Platte. Für andere Hardware weist die cdimage-Seite darauf hin, dass vor der Nutzung ein First-Stage-Bootloader wie U-Boot und die passenden Device Tree Blobs (DTBs) auf das Image kopiert werden müssen; das SiFive HiFive Unmatched wird dort als Beispiel genannt.
Die RISC-V-Desktop-Images gibt es auf dem Ubuntu-CD-Image-Server, das Xubuntu-Minimal-Image auf derselben Seite. Weitere Flavors mit eigenen RISC-V-Images sind bislang nicht angekündigt.