Phosh 0.56: Neuer Ladebalken, App-Verbergen für Immutable Distros und Tablet-Verbesserungen
Phosh 0.56 ist erschienen. Die GNOME-basierte Shell für Linux-Smartphones und -Tablets bringt vor allem Verbesserungen für Immutable-Systeme und Tablets. Besonders Nutzer von Immutable-Distributionen profitieren von neuen Verwaltungsfunktionen, daneben gibt es Verbesserungen für Tablets sowie zahlreiche Fehlerbehebungen.
Neuer Load Meter in der oberen Leiste
Phosh 0.56 erhält ein neues Plugin für die obere Leiste: einen Load Meter, der die aktuelle Systemlast anzeigt. So lässt sich auf einen Blick erkennen, ob das Gerät im Hintergrund gerade stärker ausgelastet ist.
Apps auf Immutable-Systemen ausblenden
Die wichtigste Neuerung betrifft Immutable-Systeme wie postmarketOS Duranium oder BengalOS, Phoshs Debian-basierte Immutable-Image-Variante. Dort gehören viele Anwendungen zum schreibgeschützten Basis-Image und lassen sich daher nicht einfach deinstallieren.
Mit Phosh 0.56 können solche Apps nun aus der App-Übersicht ausgeblendet werden. Über die Mobile Settings lassen sie sich bei Bedarf später auch wieder einblenden.
Mobile Settings mit OS-Updates
Auch die App Mobile Settings wurde erweitert. Ein neues Menü ermöglicht auf unterstützten Immutable-Systemen atomare Betriebssystem-Updates über systemd-sysupdate.
Außerdem lassen sich nun ausgeblendete Apps verwalten und das Syncthing-Plugin direkt über die Einstellungen aktivieren.
Verbesserungen für die Bildschirmtastatur
Auch die Bildschirmtastatur Stevia erhält einige nützliche Verbesserungen. So können Anwendungen künftig ein eigenes Standardlayout verwenden – etwa ein Terminal-Layout für Emacs. Außerdem sind Pfeiltasten nun standardmäßig in der Shortcut-Leiste verfügbar und die Tastenwiederholung wurde erweitert.
Tablet-Verbesserungen
Auf Tablets lässt sich der Sperrbildschirm jetzt rotieren. Außerdem werden Änderungen an der Cutout-Konfiguration (Notch-Unterstützung) sofort übernommen und das Design des Sperrbildschirms wurde überarbeitet.
Weitere Verbesserungen
- Benachrichtigung, wenn sich eine App nicht deinstallieren lässt
- Schnellere App-Starts durch optimierte Startverfolgung (unter anderem bei Firefox)
- Bluetooth-Quicksetting bleibt bei Änderungen der Audioausgabe aktiv
- Verschiedene Absturz- und Speicherleckbehebungen
Fazit
Phosh bleibt meiner Meinung nach eine der besten Optionen für Linux auf Smartphones und Tablets. Version 0.56 ist kein riesiger Sprung, bringt aber viele sinnvolle Verbesserungen für den Alltag. Gerade die Änderungen für Immutable-Systeme lösen ein Problem, das bei mobilen Linux-Distributionen bisher häufiger aufgetreten ist.