Mageia 10 ist da: Die Mandriva-Nachfolgerin legt nach

Mageia 10 ist erschienen. Die Distribution geht auf Mandriva Linux zurück, das 2010 in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Seitdem pflegt eine aktive Community das Projekt weiter, ohne großen Konzern im Hintergrund, getrieben von dem Ziel, eine zuverlässige Desktop-Distribution bereitzustellen.

Was hat sich geändert?

Die Desktops wurden ordentlich aufgefrischt: KDE Plasma 6.5.5 mit Wayland-Unterstützung, GNOME 49, dazu Xfce und LXQt als leichtere Alternativen. Kernel 6.18 LTS und Mesa 26.0 sorgen dafür, dass aktuelle Hardware gut unterstützt wird.

Das Paketmanagement wurde massiv beschleunigt: Neben dem klassischen urpmi kommt nun das modernisierte DNF 5 zum Einsatz, unterstützt vom neuen RPM-4.20-Backend. Dank aktualisierter Treiber und neuerer Kernel-Versionen wurde die Unterstützung für WLAN- und Bluetooth-Hardware weiter verbessert.

Technische Details

Zwei Punkte stechen heraus: 32-Bit-Images erfordern jetzt SSE2 (i686 statt i586). Wer noch eine sehr alte CPU nutzt, fällt damit raus. Auch die 32-Bit-Unterstützung insgesamt wird zunehmend eingeschränkt, weil viele Upstream-Projekte keine 32-Bit-Builds mehr liefern.

Die neuen Hintergrundbilder und Bildschirmschoner verwenden das JXL-Format. Auflösung: 3840x2160, also 4K-fähig. Der Clou: JXL liefert bessere Qualität als JPG bei ähnlichem Speicherplatz. Die Mageia-9-Bildschirmschoner nutzten noch JPG in niedrigerer Auflösung.

Zielgruppe

Mageia hat nie versucht, mit Ubuntu oder Fedora direkt zu konkurrieren. Die Zielgruppe sind Nutzer, die eine Distribution suchen, die zuverlässig funktioniert, nicht alle sechs Monate grundlegende Änderungen vornimmt und einen durchdachten Installer mitbringt. Der Mageia Control Center (MCC) gilt bis heute als eines der umfangreichsten grafischen Konfigurationstools unter Linux.

Download

ISOs stehen auf mageia.org zum Download bereit, sowohl Installations-Images als auch Live-ISOs zum Ausprobieren. Weitere Details in den Release Notes.