Flathub nimmt KI-generierte Apps wieder an

Flathub hat das Verbot zurückgenommen, das im Mai Anwendungen mit KI-generiertem oder KI-unterstütztem Material pauschal ausschloss. Solche Anwendungen können jetzt eingereicht werden, sofern die Entwickler offenlegen, was generiert wurde und wie viel davon darin steckt.

Die neuen Regeln

Die aktualisierten Anforderungen, ausgearbeitet im Rahmen von flathub-infra/documentation#641, verlangen: „Submitters must disclose any AI-generated code, documentation, packaging, or other material they know or reasonably believe is included in the application or its Flathub packaging. The disclosure must identify the affected parts and approximate extent.“

Ob eine Anwendung danach akzeptiert wird, entscheiden die Reviewer. Sie können eine Einreichung wegen des Umfangs oder der Rolle der KI-generierten Inhalte ablehnen, wegen der Codequalität oder weil sich Review und Wartung als zu schwierig erweisen; eine Ablehnung ohne weitere Prüfung ist ebenfalls möglich. Die Offenlegungspflicht gilt nur für KI-generiertes Material, das Bestandteil der Anwendung oder ihrer Flathub-Paketierung wird; KI für Recherche, Diskussion oder Debugging während der Entwicklung muss nicht offengelegt werden.

Was verboten bleibt

Manifeste sind weiterhin tabu. Die Richtlinie besagt, dass Flathub-Manifeste „must not contain AI-generated or AI-assisted content" und dass Offenlegung sie davon nicht ausnimmt. Dasselbe gilt für den Einreichungsprozess selbst: KI-Werkzeuge dürfen keine Einreichungs-Pull-Requests öffnen oder automatisieren, keine Commit-Nachrichten und Beschreibungen generieren und keine Review-Kommentare und Antworten erzeugen; KI-Reviews anzufordern ist ebenfalls untersagt. Einreichungen müssen von Menschen vorgenommen werden.

Wer KI-generiertes Material nicht offenlegt, dessen Umfang falsch darstellt oder sonst die Regeln verletzt, riskiert die Ablehnung. Wiederholte Verstöße können zu einem dauerhaften Ausschluss von künftigen Einreichungen führen.

Die Mai-Richtlinie hatte KI-unterstützte Anwendungen grundsätzlich abgelehnt, mit möglichen Ausnahmen nur für reife, gepflegte Projekte. Flathub hat bislang keine Zahlen dazu veröffentlicht, wie viele offengelegte Einreichungen unter den neuen Regeln akzeptiert werden.